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länger, höher, schneller

Transalp Challenge 2012 – 7. Etappe

7. Etappe: Ponte di Legno – Madonna di Campiglio

sportograf-30712575_lowresNachdem wir gestern die Königsetappe erfolgreich – also im Zeitlimit – gefinished hatten und unsere Bikes fachmännisch wieder auf Vordermann gebracht waren, folgte heute die heimliche Königsetappe – jedenfalls in meinen Augen. Vergleichbare Höhenmeter bergauf klettern und das auf einer kürzeren Distanz und _der_ Vorgeschichte. Ich war gespannt und hoffte, das wir unsere Körner gestern nicht restlos verbrannt hatten.

Bei meinem Kollegen lief es seit der 5. Etappe immer besser und ab und an wurde er angriffslustig und ich erwischte ihn sogar beim Schielen auf das Gesamtklassement. Wenn er sich weiter so steigert, muss er wohl demnächst auf mich warten… aber noch konnte ich ganz gut mithalten.

Heute ging es vom Start weg nur sturr bergauf. Nach einer kurzen Einrollphase (zum Warm werden reichte die für mich nicht) ging es sofort hinauf nach Sant Appolonia und dann nach kurzer Abfahrt hinauf zum heutigen Sattel des heutigen Tages. Von Geschenken war heute nicht die Rede und auch nichts zu spüren, die Höhenmeter erforderten ehrliche (Bein-)arbeit.

Nach der zweiten Labe ging es noch einmal ordentlich bergauf, aber wir lagen gut in der Zeit und das Tagesziel im Zeitlimit war machbar. Am Ende der Abfahrt hatte der Streckenplaner eine kleine Nettigkeit in Form eines Sumpfgebietes eingebaut, also schieben und das in der Ebene!  – ich war kurz davor ihn dafür zu hassen und glaube, das Rico mir da ein Stück voraus war. Der Versuch sauberen oder wenigstens trockenem Fußes hier durchzukommen scheiterte – wie von Marc Schneider versprochen – kläglich, aber immerhin blieben die Schuhe am Fuß. Aber auch das brachten wir mit den versprochenen siffigen Schuhen hinter uns: nachdem wir unsere Fangopackung ordentlich und lückenlos aufgetragen hatten ging es endlich weiter. Ein paar Wellen waren auch heute noch drin und die Abfahrten liesen nocheinmal Spaß aufkommen und wir kamen rechtzeitig im Ziel an.

sportograf-30751750_lowresDort hieß es wie immer mein Bike am Scott-Stand in pflegende Hände geben, Speicher auffüllen (Melonen lecker!) und dann die Bike Wäsche suchen. Die fanden wir dann auch und nach einer gefühlten Stunde Schlange stehen, konnten wir Ricos Bike vom Schmutz befreien – was uns mit mäßigem Wasserstrahl auf einer mittlerweile sumpfartigen Wiese auch gelang. Du Schuhe waren nun endgültig naß!

Danach könnten wie uns im Zielbereich erst einmal ein richtigen Eisbecher und brachen dann zum Bikecamp ans andere Ende der Stadt auf. Heute hatte die Unterkunft etwas von einem leeren Parkhaus (auch wenn es leer stehende Läden waren) und dieser Eindruck wurde von der Pastaparty auf dem Parkdeck und der kalten Dusche im Container außerhalb des Parkhaus mit Schlange nur noch verstärkt. Es gab die Wahl zwischen kalt und eiskalt (jedenfalls hielt sich das Gerücht, das es in dem einen Container weniger kalt als in dem anderen wäre – ich kann es nicht bestätigen eine kalte oder war es eine eiskalte Dusche am Tag reicht auch mir.

Aber es sollte die letzte Nacht werden und so blickten wir entspannt auf den morgigen Tag.

Etappe: 73km / 3248Hm

Zeit: 7:34.17,0

Platz:  156 / Gesamt: 158 (+4)

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